Fallende Renditen sind weitgehend eingepreist, strukturell spricht mehr für höhere Langfristzinsen und steilere Kurven

Die Situation am Persischen Golf bleibt volatil, auch wenn der Waffenstillstand im Kern belastbar sein sollte. Allerdings erscheinen weitere deutliche Ölpreisrückgänge unwahrscheinlich und damit werden auch Zentralbanken zunächst an der hawkishen Kommunikation festhalten, was das Potential für Renditerückgänge im mittleren Laufzeitbereich als ausgereizt erscheinen lässt. Themen wie der anhaltende Anstieg der Staatsverschuldung, hohe und steigende langlaufende Bondemissionen der KI-Hyperscaler sowie der Abbau der Zentralbankbilanzen sprechen gleichzeitig für strukturell höhere Risikoprämien bei langen Laufzeiten und damit für etwas steilere Zins-Kurven weiter hinten. Überschattet wird diese Gemengelage von der Frage ob und wie lange die KI-Euphorie weiter anhält, denn ein Stimmungsumschwung würde konjunkturelle Risiken und damit auch Marktvolatilität (Aktien, Credit, Rates) anspringen lassen.

Die geopolitische Eskalation zwischen den USA und dem Iran und der darauffolgende Ölpreisschock waren im ersten Halbjahr 2026 die dominanten Treiber für die massive Verflachung der EUR-Zinskurve. Der am 8. April vereinbarte Waffenstillstand zwischen Washington und Teheran ist zwar fragil und wird immer wieder gebrochen, doch gehen wir in unserem Basisszenario (60% Wahrscheinlichkeit) davon aus, dass er sich im Kern als belastbar erweist. Militärische „Zwischenfälle" sollten damit rasch wieder beigelegt werden - auch wenn unklar ist, wie eine längerfristige Einigung zwischen dem Iran, den USA aber auch Israel und Libanon aussehen wird. Trotz dieser oberflächlichen Entspannung, die die Straße von Hormus wieder für Tanker durchlässig macht, dürfte der Ölpreis nicht weiter deutlich nachgeben: Das geopolitische Restrisiko einer erneuten Blockade erfordert weiterhin eine strukturelle Risikoprämie und die einsetzende Zusatznachfrage zur Wiederauffüllung der strategischen Ölreserven (insbesondere in den USA) sowie die erreichte Rentabilitätsgrenze vieler US-Schieferölproduzenten dürften weiteren Preisrückgängen entgegenwirken.

25 Bp Zinserhöhung der EZB im September bleibt unser Hauptszenario; weitere Renditerückgänge im 5-jährigen Bereich sind zunehmend schwierig

Auf Seiten der Zentralbanken werden in diesem Umfeld die Sorgen vor Zweitrundeneffekten bei der Inflation anhalten. Die Düngemittelknappheit, aber auch mögliche Effekte von El Niño, stellen in den kommenden Monaten vor allem für Lebensmittelpreise ein Aufwärtsrisiko dar. Auch Apples Ankündigung, höhere Chippreise an die Kunden weiterzugeben, ist ein Warnsignal: Von den massiven KI-Investitionen können zunächst inflationäre Impulse ausgehen, bevor die erwarteten Produktivitätsgewinne längerfristig in die andere Richtung wirken. Zentralbanken werden daher bis auf weiteres an ihrer hawkishen Kommunikation festhalten. Für die EZB heißt das: Die Wahrscheinlichkeit für eine nochmalige Zinserhöhung – voraussichtlich im September – liegt bei über 50%, was in etwa den aktuell in den ESTR-Forwards eingepreisten Niveaus (60%) entspricht. Mit 2,50% läge der Einlagensatz dann am oberen Rand des von der EZB als „neutral" erachteten Zinskorridors. Darüber hinaus gehende Zinserhöhungen halten wir ohne ein neues Makroumfeld für wenig plausibel.

Angesichts dieser geldpolitischen „Pflöcke“ sehen wir auch das verbleibende Abwärtspotenzial für Renditen nach dem jüngsten Rückgang um 30 Bp im 5-jährigen Segment seit Mitte Mai als weitgehend ausgereizt. Das Potenzial für eine deutliche Gegenbewegung erscheint jedoch ebenfalls gering und in unserem Hauptszenario erwarten wir 5-jährige Bundrenditen in den kommenden Wochen in einem engen Korridor um 2,60%. Das Schreiben von Put-Optionen auf den Bobl-Future ist trotz der niedrigen gehandelten Volatilität in dieser Situation attraktiv. An der Grundposition „long Bobl" halten wir fest – als mittel- bis langfristige Absicherung gegen ein konjunkturelles Abschwächungsszenario in den USA oder der Eurozone. Sie schützt zudem gegen ein disruptives Platzen der aktuellen KI-Euphorie, das erhebliche Verwerfungen an den globalen Aktien- und Credit- und Zins-Märkten nach sich ziehen würde.

Argumente sprechen für eine mittelfristig steilere EUR-Zinskurve

An unserer Kernüberzeugung halten wir fest: Die Euro-Zinskurve wird sich im Segment zwischen 5 und 30 Jahren nach der Verflachung seit Ende Februar mittelfristig über das lange Ende strukturell versteilen. Diese Entwicklung ist kein isoliertes europäisches Phänomen – wir erwarten synchrone Kurvenversteilungen auch in den USA, Großbritannien und Japan.

Die ungebremst expandierende Staatsverschuldung, gepaart mit dem Mangel an politischem Willen oder tragfähigen parlamentarischen Mehrheiten für fiskalische Konsolidierung, impliziert perspektivisch höhere Laufzeitprämien. Angesichts kumulierter Schuldenberge und steigender Kupons gewinnen die überproportional wachsenden Refinanzierungskosten und die Frage der langfristigen Schuldentragfähigkeit an Brisanz. Der oft angeführte Verweis auf Japan – wo die Staatsschuld 2020 bei knapp 230% des BIP lag und die Zinskurve dennoch flach war – greift zu kurz: Er ignoriert die damaligen marktbeherrschenden Interventionen der Bank of Japan (BoJ) im Rahmen der Zinskurvensteuerung (Yield Curve Control). Seit die BoJ die geldpolitische Normalisierung eingeleitet hat und ihre Bilanz sukzessive abschmilzt, hat sich die JGB-Kurve drastisch versteilt. Der Spread zwischen 5 und 30 Jahren liegt mit knapp 200 Bp weit über den historischen Tiefstständen – aber auch über den Vergleichswerten in Europa und den USA.

Parallel dazu setzt die EZB ihren Bilanzabbau fort, während der neue Fed-Vorsitzende Kevin Warsh in den USA eine Debatte über eine beschleunigte Reduzierung der Anleihebestände auf der Fed-Bilanz initiiert hat. Private Akteure müssen folglich nicht nur das hohe Netto-Neuemissionsvolumen der Staaten absorbieren, sondern zugleich das von den Zentralbanken zurückgeführte Duration-Angebot auffangen – ein Ungleichgewicht, das sich kaum ohne strukturell höhere Risiko- und Laufzeitaufschläge ausgleichen lässt. Erschwerend kommt hinzu, dass das Angebot an langlaufender Duration im Corporate-Segment durch die beispiellose Emissionsaktivität der Technologie-Giganten (Hyperscaler) zusätzlich anschwillt: Allein für das laufende Jahr wird in diesem Sektor mit einem Netto-Neuemissionsvolumen von über 400 Mrd. USD gerechnet – Staatsanleihen stehen damit in direkter Konkurrenz zu den Emissionen dieser hoch gerateten Emittenten.

Entsprechend überwiegen aus unserer Sicht die Argumente für eine Underperformance langer Laufzeiten und damit eine Kurvenversteilung zwischen 5 und 30 Jahren sowohl in Europa als auch in den USA.

Bund-Swap-Spreads: Divergierende Dynamiken im 10- und 30-jährigen Segment

Der Bund-Swap-Spread im 10-jährigen Laufzeitbereich bewegt sich seit Jahresbeginn in einer bemerkenswert engen Bandbreite – trotz gestiegener Nettoemissionen der deutschen Finanzagentur. Zwar sehen wir gewisses Potenzial für eine mittelfristige Underperformance von Bunds gegenüber Swaps, doch fehlen aktuell die Katalysatoren. Ein Grund könnte auch die französische Politik sein, wo nach dem Sommer die heiße Phase des Präsidentschaftswahlkampfes beginnt und die Nervosität bei OATs zunehmen kann. Bunds würden davon profitieren. Die Supply-Argumente werden beim Bund-Swap Spread damit eher in den Hintergrund gedrängt, so dass sich zunächst der Seitwärtstrend über den Sommer fortsetzen sollte.

Im ultra-langen Segment (30 Jahre) zeigen sich dagegen ausgeprägte Ausschläge: Zwischen Ende Dezember 2025 und dem 19. März 2026 underperformten Bundesanleihen gegenüber Swaps um rund 20 Bp, wovon seither im Zuge einer Gegenbewegung knapp 10 Bp aufgeholt wurden. Diese Bewegungen sind eng verwoben mit den Portfolioumschichtungen der niederländischen Pensionskassen im Rahmen der Umstellung auf das Defined Contribution Regime. Ohne detaillierte Informationen zu den Flows der Pensionskassen sind Prognosen zum 30-jährigen Bund-Swap-Spread aktuell kaum möglich.

Eingepreiste Veränderung Leitzinsen (kumuliert)

Eingepreiste Veränderung Leitzinsen (kumuliert)

Zwar preisen die Forwards für die wichtigsten Zentralbanken in den kommenden Monaten weiterhin Zinserhöhung(en) ein, doch haben sich die Markterwartungen während der vergangenen 5 Wochen mit Ausnahme der für die Fed etwas beruhigt. In den USA überraschte der neue Vorsitzende der Fed, Kevin Warsh, mit recht hawkishen Kommentaren auf seiner ersten Pressekonferenz an der Spitze des FOMC. Die Inflationsbekämpfung steht im Fokus der Politik, und angesichts der seit Anfang des Jahres von 3,1% auf 3,4% (Mai) angezogenen Kerninflation (PCE-Kerndeflator) erscheint mindestens eine Zinserhöhung bei den kommenden drei Sitzungen sehr wahrscheinlich. Bis Oktober sind knapp 25 Bp an Zinserhöhung eingepreist. Da die US-Zinsen aktuell schon im restriktiven Bereich liegen, wären wir überrascht, wenn es zu Folgeschritten käme. Sowohl für die EZB als auch für die Bank of England werden jeweils noch etwas mehr als 25 Bp an Zinserhöhung bis Frühjahr 2027 eingepreist, etwa 25 Bp weniger als in der Spitze. Nach der Zinsanhebung der Bank of Japan im Juni auf 1,0% dürfte sich die Zentralbank trotz der ausgeprägten JPY-Schwäche mit dem nächsten Schritt bis ins 4. Quartal Zeit lassen.

Erwartete Veränderung EZB Einlagensatz

Erwartete Veränderung EZB Einlagensatz

Trotz des deutlich rückläufigen Ölpreises und der Zinsanhebung am 11. Juni bleibt der Ton der EZB eher hawkish. Verschiedene EZB-Ratsmitglieder betonen, dass die Zinserhöhung am 11. Juni kein „Versicherungsschritt" war. Zwar ist eine erneute Zinserhöhung schon bei der nächsten Sitzung am 23. Juli angesichts der Entspannung beim Ölpreis wenig wahrscheinlich, doch scheint September als Straffungstermin für die EZB aktuell das Basisszenario zu sein. Ein solcher Schritt ist zu etwas über 60% in den ESTR-Forwards eingepreist. Zinsanhebungen über den oberen Rand von 2,50% des „neutralen" Zinskorridors hinweg werden aktuell am Markt – genauso wie von uns – als wenig plausibel angesehen. Den leichten Rückgang der Forwards ab März 2027 würden wir aktuell nicht als belastbar erachten, da die Unsicherheit über die Makroentwicklung in der zweiten Jahreshälfte 2027 außergewöhnlich hoch ist.

EUR-Swap (6m)

EUR-Swap (6m)

Die EUR-Swapkurve hat sich im Zuge der geopolitischen Entspannung am Persischen Golf und dem fallenden Ölpreis im Monatsvergleich deutlich nach unten verschoben. Die bullische Verflachung zwischen 2 und 12 Jahren wurde von einer nahezu parallelen Abwärtsverschiebung der Kurve zwischen 12 und 30 Jahren begleitet. 50-jährige Swapsätze gaben im Vergleich dazu etwas stärker nach. Im Vergleich zu Anfang März notiert die Kurve allerdings weiterhin deutlich flacher und auf höheren Niveaus: 2-jährige Swapsätze haben gegenüber dem 1. März um etwa 50 Bp zugelegt, verglichen mit 22 Bp bei 10-jährigen, 9 Bp bei 30-jährigen und 1 Bp am ultra-langen Ende der Swap-Kurve (50J).

Komponenten der EUR-Swapkurve: Veränderung zum 29.05.26

Komponenten der EUR-Swapkurve: Delta vs. 30.04.

Der scharfe Rückgang der Inflationserwartungen ausgehend vom kurzen Ende der Kurve spiegelt vor allem die Entspannung an den Energiemärkten wider. Die nominalen Sätze folgten den Inflationserwartungen kaum, und entsprechend legten die Realrenditen zu, wobei die reale Kurve eine deutliche bärische Verflachung durchlief. 2-jährige Realrenditen notieren aktuell mit knapp 55 Bp nahe den höchsten Niveaus seit Oktober 2024. Mit Realrenditen von knapp 90 Bp scheint das Niveau auch für 10-jährige Laufzeiten ohne einen überraschend starken konjunkturellen Aufschwung nur noch wenig Spielraum nach oben zu bieten.

Kurvenspread EUR-Swap (6m)

Kurvenspread EUR-Swap (6m)

Während sich der Kurvenspread zwischen 10 und 30 Jahren im Monatsvergleich nahezu stabil hielt und auch die Ausschläge der Tagesveränderungen gering waren, verflachte sich die Kurve zwischen 2 und 10 Jahren recht deutlich. Ausschlaggebend hierfür war vor allem der Rückgang der Inflationserwartungen, die im Monatsvergleich um etwa 15 Bp zurückgingen und angesichts schwachen Wirtschaftswachstums auf den Renditen am langen Ende der Kurve lasteten. Wir wären überrascht, wenn dieses bullische Flattening anhalten würde.

Bund-Swap Spread

Bund-Swap Spread

Weiterhin hält sich der Bund-Swap Spread (10J) in seinem seit Anfang des Jahres etablierten Korridor. Es fehlt der Katalysator für einen Ausbruch und daran sollte sich auch in den kommenden Wochen wenig ändern. Für eine anhaltende Outperformance von Bunds ggü. Swaps würde es aus unserer Sicht vor allem ein Anspringen der Nervosität bei OATs im Vorfeld des französischen Präsidentschaftswahlkampfs brauchen (Safe Haven Flows). Die Situation beim Buxl-Spread (30J) ist deutlich komplizierter. Dieser Teil der Kurve ist generell deutlich weniger liquide und wird von Flows der Pensionskassen und Versicherungen dominiert. Hier ist aktuell der entscheidende Faktor, ob und wie deutlich niederländische Pensionskassen im Rahmen der Umstellung auf das Defined Contribution Regime ultra-langlaufende Receiver-Swaps glattstellen werden. Dies würde dann zu einer Outperformance des Buxl zu Swap führen. Ohne konkrete Informationen über Ausmaß und Zeitpunkt der Flows erscheinen Prognosen jedoch kaum möglich.

Marktdaten: Zinsen & Spreads

Stand 29.06.2026
Δ vs. 29.05.2026
Zinsen
Δ
2y5y10y30y 2s10s10s30s
IRS 2.731.6 2.74-2.3 2.91-6.2 3.08-7.1 18.1-7.8 16.2-0.9
i-Spread (bps)
Δ
2y5y10y30y 2s10s10s30s
GER GOV -190.1 -14-1.0 -4-1.3 35-1.5 15-1.4 38-0.3
FRA GOV -14.1 3212.0 7111.6 1375.5 727.5 66-6.1
ITA GOV -21.3 300.4 71-0.9 136-5.3 73-2.2 65-4.4
i-Spread (bps)
Δ
2y5y10y30y
KfW -12-1.3 2-0.6 190.6
EU -12-1.7 60.5 312.6 892.7
Land NRW -2-3.3 10-0.8 230.6 561.6
COV AAA GER 4-0.8 16-0.5 280.3

Marktdaten: Swaption Vols

Stand 29.06.2026
Δ vs. 29.05.2026
N-Vol (bps)
Δ
IRS-Tenor
1Y2Y5Y10Y30Y
Maturity 1m 48.8-12.3 59.9-12.8 56.3-8.4 49.7-5.2 47.22.2
3m 53.5-10.6 60.1-10.9 57.8-6.9 53.7-4.8 50.60.6
6m 57.4-9.4 61.1-9.6 59.5-6.1 58.8-1.5 56.63.0
1y 62.6-7.6 64.2-7.5 63.2-3.7 60.2-2.9 57.8-0.2
2y 67.2-4.0 66.8-3.6 65.2-2.1 62.9-2.4 60.3-0.6
5y 68.3-1.1 68.1-0.9 66.5-0.8 65.5-0.7 62.2-0.2
10y 67.80.2 67.90.3 66.40.3 64.90.3 61.00.1

10J Swap vs. Standardabweichung

10J Swap vs. Standardabweichung (3m10y)

Der Graph zeigt den 10jährigen Swapsatz im Vergleich zu seiner (zeitabhängigen) Standardabweichung. Das Underlying weist mit 77 Basispunkten p.a. eine 92%ige Vol-Realisierung im Vergleich zum Spotniveau zum Periodenstart auf (83 Basispunkte). Nach Beginn des Iran-Konfliktes stieg das Volatilitätsniveau stark von 42 auf bis zu 92 Basispunkte. Ex Post war die Marktreaktion demnach angemessen. Aktuell liegt die implizite Volatilität (3m10y) bei 53 Basispunkten.

Abaki Fixed Income Convexity

Rückblick

Der Abaki Fixed Income Convexity verzeichnet YTD eine Performance von +4,8% und hat damit im Juni etwa 0,2% verloren. Eine sehr konservative Spreadbewertung der ultra-langen NRW-Bonds im Kernportfolio liegt noch immer vor. Interessanterweise weicht die Kurven-Dynamik der letzten Wochen auf, in der fallende Raten am kurzen Ende in einer steileren Kurvenstruktur münden (Bull-Steepener). Die Vorboten der zweiten Welle der niederländischen Pensionsfondsreform (Q1 27: Aufheben langer Empfänger-Swaps) werden von Marktteilnehmern nun wieder stärker fokussiert. Diese mündeten jüngst jedoch (noch) nicht in offensichtlichen Transaktionen bzw. steileren Kurven am ultra-langen Ende.

Positionierung

Das Kernportfolio des Abaki Fixed Income Convexity besitzt nach wie vor eine reduzierte Quote ultra-langer Bonds. In Erwartung potenzieller Transaktionen im Zusammenhang mit der Pensionsfondsreform ab Q3 halten wir unsere Gesamtkurvenposition über alle Segmente nahe neutral, um potenziellen Marktverwerfungen aus dem Weg zu gehen. Die gute Credit-Performance langer Bunds eröffnet unserer Meinung nach jedoch das Fenster, den von uns präferierten 5s30s Steepener einzugehen. Die Zinsmärkte preisen aktuell ein eher moderates Volatilitäts-Umfeld, welches wir trotz der bestehenden Unsicherheit zur Monetarisierung der Konvexitätsprämie verkaufen. Wir flankieren diese Position mit Tail-Absicherungen.

ICM