Anleger zwischen FOMO (Fear of Missing Out) und Realität
Die Bedingungen für den Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran werden von beiden Seiten höchst unterschiedlich interpretiert. Die Straße von Hormuz bleibt de facto geschlossen, da der Iran weiterhin darauf besteht, die Durchfahrt zu kontrollieren und eine Transitgebühr von 2 Mio. USD pro Schiff zu erheben. Gepaart mit den anhaltenden Angriffen Israels gegen den Libanon bleibt die Gesamtsituation äußerst
Die Bedingungen für den Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran werden von beiden Seiten höchst unterschiedlich interpretiert. Die Straße von Hormuz bleibt de facto geschlossen, da der Iran weiterhin darauf besteht, die Durchfahrt zu kontrollieren und eine Transitgebühr von 2 Mio. USD pro Schiff zu erheben. Gepaart mit den anhaltenden Angriffen Israels gegen den Libanon bleibt die Gesamtsituation äußerst fragil.
Dennoch zeigen sich die Aktienmärkte vor dem morgigen Start der direkten Verhandlungen in Islamabad stabil. Die Hoffnung auf eine Fortsetzung der gestrigen Erholungsrallye und die damit verbundene „Fear of Missing Out“ (FOMO) scheinen die Stimmung unter den Anlegern derzeit noch zu dominieren. Zudem vertraut der Markt darauf, dass Donald Trump aus innenpolitischen Erwägungen keine erneute Eskalation des Konflikts anstrebt. Wenn jedoch Ideologien – insbesondere die der Revolutionsgarden – und existenzielle Sicherheitsinteressen der USA sowie der Golf-Anrainerstaaten kollidieren, sollte die Möglichkeit nicht unterschätzt werden., dass der Weg zurück zur Normalität keineswegs linear verläuft.
Wir von Zins² bleiben in diesem Umfeld vorerst an der Seitenlinie. Wie bereits in unserem gestrigen Post beleuchtet, würden wir eine erneute Eskalation und ein damit einhergehendes bärisches Flattening der EUR-Zinskurve als Gelegenheit für Käufe in mittleren Laufzeiten betrachten. Die schwachen deutschen Produktionszahlen für Februar heute Morgen unterstreichen, dass die EZB das Thema Wachstum trotz Inflationssorgen nicht wird ignorieren können, was Zinssteigerungen deckelt. Mit aktuell eingepreisten 60 Basispunkten (Bp) an EZB-Zinserhöhungen bis zum Jahresende (+10 Bp im Vergleich zum gestrigen Tiefstand) ist es für konkrete Trades aus unserer Sicht jedoch noch zu früh.
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