Kevin Warsh an der Spitze der Fed – Sorgen vor Bilanzschrumpfung lastet auf Edelmetall und langen Treasuries
Nachrichten , dass Kevin Warsh, heute seine Nominierung als neuer Vorsitzender der Fed erhalten wird, führen zu scharfen Korrekturen bei Edelmetallen, langen Treasuries aber auch US-Aktien. Der Grund: Kevin Warsh ist seit Jahren ein scharfer Kritiker des „monetären Übermaßes“. Er betrachtet die aufgeblähte Bilanz der Fed als Form der „fiskalischen Dominanz“, die das Preisgefüge verzerrt. Unter Powell sank die Bilanzsumme von
Nachrichten , dass Kevin Warsh, heute seine Nominierung als neuer Vorsitzender der Fed erhalten wird, führen zu scharfen Korrekturen bei Edelmetallen, langen Treasuries aber auch US-Aktien. Der Grund: Kevin Warsh ist seit Jahren ein scharfer Kritiker des „monetären Übermaßes“. Er betrachtet die aufgeblähte Bilanz der Fed als Form der „fiskalischen Dominanz“, die das Preisgefüge verzerrt.
Unter Powell sank die Bilanzsumme von ihrem Hochpunkt bei knapp 9000 Mrd. USD auf aktuell rund 6600 Mrd. USD. Der Markt-Konsens war bisher, dass die Fed nach dem offiziellen Ende des Bilanzabbaus im Dezember 2025 wieder in den „Verwaltungsmodus“ schaltet und die Bilanz wieder etwas erhöht, um so den Bankensektor mit ausreichender Liquidität zu versorgen. Dieses Szenario wird nun angezweifelt.
Gehen Marktteilnehmer davon aus, dass unter Warsh die Bilanz weiter schrumpft, wären eine steilere USD-Kurve zwischen 5 und 30 Jahren, ein festerer USD, weniger Auftrieb für Edelmetalle (Debasement-Trade) und voraussichtlich geingere Unterstützung für Aktien die Folgen. Die „Safe-Haven“-Prämie bei US-Treasuries, die wir zuletzt erodieren sahen, könnte durch Warshs Nominierung kurzfristig stabilisiert werden. Entsprechend kann es kaum überraschen, dass gerade Gold nach der spektakulären und auch spekulativ getriebenen Rally gestern und heute stark korrigiert. Die Kurvenversteilung bei US-Treasuries spiegelt dagegen aus Sicht von Zins² eine verringerte Wahrscheinlichkeit wider, dass die Fed erneut lange Duration kaufen wird. Wir sehen die Bewegungen jedoch vor allem technisch getrieben. Spekulative Positionen werden geschlossen und wir wären vorsichtig, aktuell zu viel hineinzulesen. Ein Richtungswechsel in der Bilanzpolitik der Fed erscheint eher unwahrscheinlich!
Denn ein solcher Politikwechsel stände im Widerspruch zu dem erklärten Ziel von Finanzminister Bessent und Trump, vor allem auch Renditen 10-jähriger US-Treasuries abzusenken. Hält Warsh an der Idee einer Bilanzverkleinerung fest, würde seine Ernennung relativ schnell zu erneuten Spannungen mit dem Weißen Haus führen.
|
Weitere Artikel und Live Feed mit Marktkommentaren auf zins2.de |
|
Zins² by ICM InvestmentBank AG
Tel.: +49 (0) 30 887 106 0 |
|