Märkte geben Trump weiter den „Benefit of the Doubt“
Aktien auf Rekordhoch, der USD fest, die gehandelte Cross-Market Volatilität bröckelt. Zum Ende der ersten Handelswoche 2026 scheint an den Märkten alles „Business as usual“. Das vorherrschende Narrativ ist: Trump ist ein Übergangsphänomen, die Mid-Terms im November 2026 werden es schon richten bzw. wie der Rheinländer sagt: „Et hätt noch emmer joot jejange“. Wir bei www.zins2.de warnen davor,
Aktien auf Rekordhoch, der USD fest, die gehandelte Cross-Market Volatilität bröckelt. Zum Ende der ersten Handelswoche 2026 scheint an den Märkten alles „Business as usual“. Das vorherrschende Narrativ ist: Trump ist ein Übergangsphänomen, die Mid-Terms im November 2026 werden es schon richten bzw. wie der Rheinländer sagt: „Et hätt noch emmer joot jejange“.
Wir bei www.zins2.de warnen davor, diese Ruhe 1:1 ins Portfolio zu übertragen. Politik wird derzeit wichtiger als Makro-Daten. Wir sehen Brüche mit fundamentalen Normen, die als „Tail-Risks“ zwingend eingepreist werden müssen:
1. Geopolitischer Stress: Der militärische Zugriff auf Venezuela ist das eine. Die Drohungen gegen den NATO-Partner Dänemark (Grönland) sind jedoch eine neue Dimension der Bündnis-Erosion mit potentiell dramatischen Auswirkungen für die Fiskalpolitik in der EU: weitere sprunghafte Zunahme gemeinschaftlicher Verschuldung.
2. Marktinterventionen: Die Ankündigung, den US-Verteidigungshaushalt bis 2027 um 500 Mrd. USD auf 1,5 Bio. USD hochzuschrauben , gepaart mit Dividenden-Stopps für Rüstungsfirmen und einer Begrenzung der Höhe der Kreditkartenzinsen auf 10 %, zeigt: Der US-Staat greift tief in die Corporate Governance ein und der „Common Sense“ Ansatz mit Blick auf die Märkte bröckelt.
3. Fed-Unabhängigkeit: Warum sollen die autokratischen Interventionen der US-Regierung vor der Fed Halt machen? Forderungen nach drastischen Zinssenkungen (=negative Realrenditen am kurzen Ende der USD-Kurve) und eine generelle Politisierung der Fed müssen in die Überlegungen zur Portfoliopositionierung mit einbezogen werden.
Fazit: Fixed-Income und FX-Märkte bleiben aktuell robust, aber Anleger sollten politische Risiken aktiv managen und geeignete Absicherungen für Tail‑Events vorsehen.