Michael Ramon Klawitter
Michael Ramon Klawitter 11.01.2026 · 14:17

Schlüssel-Events der Woche (KW 3)

Auch wenn Geopolitik die Makrodaten überlagert, bringt die anstehende Woche interessante Events...

Datum Indikator Konsens Vorher Marktrelevanz
13.01.2026 Start Q4 Berichtssaison S&P 500 mit Zahlen von JP Morgan
13.01.2026 USA Kerninflation Dez, yoy 2.7% 2.6%
14.01.2026 USA Einzelhandelsumsatz Dez, mom 0.4% 0.4%
15.01.2026 Deutsches BIP 2025, yoy 0.1% -0.5%

13.01. Start der Q4‑2025‑Berichtssaison für S&P‑500‑Unternehmen. J.P. Morgan eröffnet am Dienstag den Reigen; bei den Großbanken liegt der Fokus vor allem auf der Frage, ob Kreditabschreibungen zunehmen. Das liefert Hinweise auf die Gesundheit des Konsumenten und damit auf die der US‑Wirtschaft insgesamt. Die Veröffentlichungen der für das Marktsentiment insgesamt entscheidenden Quartalszahlen der großen Technologiekonzerne starten erst in der letzten Januarwoche.

13.01. Die US‑Inflationszahlen für Dezember werden weiterhin durch den Shutdown der US‑Administration
verzerrt sein, da Vergleichswerte für Oktober und November nicht erhoben
wurden. Nach der verzerrten November‑Zahl erscheinen die Marktrisiken
asymmetrisch: Eine stärkere CPI‑Zahl würde Zinssenkungserwartungen der Fed
stärker zurückdrängen, als eine schwache Zahl die Erwartungen an Zinssenkungen
erhöhen würde.

14.01. US‑Einzelhandelsumsätze für Dezember. Die Umsatzmeldungen der Unternehmen für
die Weihnachtszeit waren recht solide. Zusammen mit dem robusten
Arbeitsmarktbericht sollte sich dies in soliden Einzelhandelsumsätzen
widerspiegeln. Der US‑Konsument wirkt weiterhin widerstandsfähig.

14.01. Mögliches Misstrauensvotum gegen die französische Minderheitsregierung unter Lecornu. Für den Fall einer Niederlage sind Neuwahlen für Mitte März angedacht.

15.01. Die deutschen BIP‑Zahlen für 2025 sollten angesichts der hohen Fiskalausgaben
eine deutliche Verbesserung gegenüber 2024 (−0,5 % yoy) zeigen. Das Risiko für
die Zahlen ist nach oben gerichtet; große Marktauswirkungen erwarten wir von
www.zins.de jedoch nicht.

Jenseits der festen Daten: Die Entscheidung des obersten US‑Gerichts zur Rechtmäßigkeit von Trumps Zöllen steht an. Sollten diese als rechtswidrig eingestuft werden, hätten US‑Unternehmen potenziell hohe Regressansprüche. Selbst wenn die Administration neue Zölle auf anderer rechtlicher Grundlage einführt, würde sich die Haushaltssituation der USA um schätzungsweise ~150 Mrd. USD verschlechtern.

ICM