Michael Ramon Klawitter
Michael Ramon Klawitter 12.04.2026 · 13:56

Trotz fehlender Ergebnisse in Islamabad, kein breiter risk-off Move zum Handelsstart morgen früh

Dass die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in Islamabad ergebnislos abgebrochen wurden, überrascht angesichts des tiefen gegenseitigen Misstrauens und der weit auseinanderliegenden Positionen kaum. Aus Sicht von Zins² ist die Hürde für eine Wiederaufnahme der Kampfhandlungen für beide Seiten jedoch recht hoch. Ein Indiz dafür ist die heutige Passage zweier US-Kriegsschiffe durch die Straße von Hormuz, die laut

Dass die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in Islamabad ergebnislos abgebrochen wurden, überrascht angesichts des tiefen gegenseitigen Misstrauens und der weit auseinanderliegenden Positionen kaum. Aus Sicht von Zins² ist die Hürde für eine Wiederaufnahme der Kampfhandlungen für beide Seiten jedoch recht hoch. Ein Indiz dafür ist die heutige Passage zweier US-Kriegsschiffe durch die Straße von Hormuz, die laut Medienberichten ohne Zwischenfälle verlief.

Marktteilnehmer dürften die fehlenden Ergebnisse in Islamabad daher nicht als Schritt in Richtung Eskalation werten; eine breite und tiefe Risk-off-Welle sollte dementsprechend morgen zum Handelsstart ausbleiben. Dass es erneut zu einem Anstieg des Ölpreise (Dated Brent) aufgrund der sich verschärfenden physischen Knappheit kommt, bleibt wahrscheinlich.

Steilere Zins-Kurve bleibt dominantes Szenario

Die Kurvenrisiken für die EUR- und USD-Zinskurven sehen wir bei Zins² in Richtung einer Versteilung gerichtet. Dies gilt sowohl für das Basisszenario einer Fortsetzung der Verhandlungen als auch für den Fall einer erneuten Eskalation. Sollten die Gespräche wieder aufgenommen werden, dürften die Ölpreise etwas nachgeben, was primär die Renditen am kurzen Ende der Kurve unter Druck setzten dürfte. Im Falle einer Eskalation oder einer Verlängerung der Phase hoher Energiekosten wird sich der Fokus der Märkte jedoch verstärkt auf die bisher vernachlässigten fiskalischen Risiken richten. Laufzeitprämien sollten vor allem jenseits von 5 Jahren zunehmen, während Wachstumsrisiken das Potential für deutlich stärker als aktuell schon für die EZB eingepreisten Zinserhöhungen begrenzt und den Anstieg der Renditen am kurzen Ende limitiert. Die zunehmende fiskalische Unsicherheit in der Eurozone aber auch den USA sollte mit einer Underperformance von Bunds und Treasuries gegenüber Swaps einhergehen.

ICM