US-Arbeitsmarkt und US-CPI im Fokus
Der Datenkalender für die kommende Woche ist stark US‑zentriert. Die Veröffentlichung des aufgrund des Shutdowns der US‑Regierung verschobenen Arbeitsmarktberichts für Januar am Mittwoch (11.02.) sowie die US‑Inflationszahlen für Januar am Freitag sind die zentralen Ereignisse. Mit einem erwarteten Anstieg der Nonfarm Payrolls um 69.000 und einer stabilen Arbeitslosenquote von 4,4 % sollten dieDaten die grundsätzlichen
Der Datenkalender für die kommende Woche ist stark US‑zentriert. Die Veröffentlichung des aufgrund des Shutdowns der US‑Regierung verschobenen Arbeitsmarktberichts für Januar am Mittwoch (11.02.) sowie die US‑Inflationszahlen für Januar am Freitag sind die zentralen Ereignisse.
Mit einem erwarteten Anstieg der Nonfarm Payrolls um 69.000 und einer stabilen Arbeitslosenquote von 4,4 % sollten dieDaten die grundsätzlichen Abschwächungstendenzen des US‑Arbeitsmarkts bestätigen – jedoch keinen Einbruch signalisieren. Entsprechend deuten die Zahlen auf unveränderte Fed Funds auch für die Fed‑Sitzung im März hin. Neben den aktuellen Daten steht die jährliche Benchmark‑Revision der Arbeitsmarktdaten des Bureau of Labor Statistics (BLS) im Fokus. Schätzungen gehen davon aus, dass die bisherigen Beschäftigungszahlen um rund 1,0 Million Stellen nach unten korrigiert werden. Die Tauben im FOMC dürften dies als Argument für deutlichere Zinssenkungen nutzen. Aktuell sind 55 Bp an Zinssenkungen bis Dezember 2026 eingepreist – 2 Bp mehr als vor einer Woche.
Von hoher Relevanz sind zudem die US‑Inflationszahlen für Januar am Freitag. Für die Gesamt- und Kernrate wird ein monatlicher Anstieg von 0,3 % erwartet. Allerdings sind die Zahlen mit Vorsicht zu interpretieren:
1. Warenkorb‑Update: Das BLS passt die Gewichtungen an neue Konsumgewohnheiten an – ein statistischer Joker, dessen Richtung kaum vorhersehbar ist.
2. SaisonaleFaktoren: Die jährliche Neujustierung der Saisonbereinigung führt regelmäßig zu Revisionen und Überraschungen.
3. Neujahrs‑Effekt: Viele Anbieter nutzen den Jahreswechsel für deutliche Preisanpassungen. 2025 sahen wir dadurch im Januar Sprünge von +0,5 % (Headline). Aufgrund der Zolleffekte könnten diese Anpassungen erneut relativ stark ausfallen, weshalb die Prognosen mit hoher Unsicherheit behaftet sind.
Sollte der CPI die Marke von 0,3 % überschreiten, dürfte die USD‑Kurve weiter unter Druck geraten (Bear Steepening). Ein „schwächerer“ Wert könnte hingegen das Deleveraging stoppen und die bereits am Freitag gesehene Erholungsrallye bei Aktien sowie bei Krypto‑Assets und Edelmetallen weiter befeuern.
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