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Michael Ramon Klawitter
Michael Ramon Klawitter 09.04.2026 · 09:44

Anleger zwischen FOMO (Fear of Missing Out) und Realität

Die Bedingungen für den Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran werden von beiden Seiten höchst unterschiedlich interpretiert. Die Straße von Hormuz bleibt de facto geschlossen, da der Iran weiterhin darauf besteht, die Durchfahrt zu kontrollieren und eine Transitgebühr von 2 Mio. USD pro Schiff zu erheben. Gepaart mit den anhaltenden Angriffen Israels gegen den Libanon bleibt die Gesamtsituation äußerst

Die Bedingungen für den Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran werden von beiden Seiten höchst unterschiedlich interpretiert. Die Straße von Hormuz bleibt de facto geschlossen, da der Iran weiterhin darauf besteht, die Durchfahrt zu kontrollieren und eine Transitgebühr von 2 Mio. USD pro Schiff zu erheben. Gepaart mit den anhaltenden Angriffen Israels gegen den Libanon bleibt die Gesamtsituation äußerst fragil.

Dennoch zeigen sich die Aktienmärkte vor dem morgigen Start der direkten Verhandlungen in Islamabad stabil. Die Hoffnung auf eine Fortsetzung der gestrigen Erholungsrallye und die damit verbundene „Fear of Missing Out“ (FOMO) scheinen die Stimmung unter den Anlegern derzeit noch zu dominieren. Zudem vertraut der Markt darauf, dass Donald Trump aus innenpolitischen Erwägungen keine erneute Eskalation des Konflikts anstrebt. Wenn jedoch Ideologien – insbesondere die der Revolutionsgarden – und existenzielle Sicherheitsinteressen der USA sowie der Golf-Anrainerstaaten kollidieren, sollte die Möglichkeit nicht unterschätzt werden., dass der Weg zurück zur Normalität keineswegs linear verläuft.

Wir von Zins² bleiben in diesem Umfeld vorerst an der Seitenlinie. Wie bereits in unserem gestrigen Post beleuchtet, würden wir eine erneute Eskalation und ein damit einhergehendes bärisches Flattening der EUR-Zinskurve als Gelegenheit für Käufe in mittleren Laufzeiten betrachten. Die schwachen deutschen Produktionszahlen für Februar heute Morgen unterstreichen, dass die EZB das Thema Wachstum trotz Inflationssorgen nicht wird ignorieren können, was Zinssteigerungen deckelt. Mit aktuell eingepreisten 60 Basispunkten (Bp) an EZB-Zinserhöhungen bis zum Jahresende (+10 Bp im Vergleich zum gestrigen Tiefstand) ist es für konkrete Trades aus unserer Sicht jedoch noch zu früh.


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Die hier bereitgestellten Inhalte stellen keine Anlageberatung, keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten und keine Aufforderung zum Tätigen von Geschäften dar. Alle Einschätzungen, Marktkommentare und Analysen spiegeln ausschließlich unsere aktuelle Meinung wider und können sich jederzeit ohne vorherige Ankündigung ändern. Eine Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Informationen wird nicht übernommen. Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse. Quelle der Grafik: Bloomberg und eigene Berechnungen.

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Anleger zwischen FOMO (Fear of Missing Out) und Realität
Michael Ramon Klawitter
Michael Ramon Klawitter 08.04.2026 · 16:58

Bullisches Steepening - erneute Gegenbewegung wäre eher Kaufgelegenheit im mittleren Laufzeitbereich

Die €STR-Forwards für Dezember 2026 verzeichneten heute (08. April) einen bemerkenswerten Rückgang von über 25 Basispunkten im Vergleich zum Vortag und entsprechend versteilte sich die EUR-Zinskurve (2J -21 Bp). Angesichts der massiven Unsicherheit im Vorfeld der am Freitag beginnenden Verhandlungen in Islamabad erscheint diese Entlastungsrallye auf den ersten Blick zu ausgeprägt. Dennoch halten wir von Zins² es für

Die €STR-Forwards für Dezember 2026 verzeichneten heute (08. April) einen bemerkenswerten Rückgang von über 25 Basispunkten im Vergleich zum Vortag und entsprechend versteilte sich die EUR-Zinskurve (2J -21 Bp). Angesichts der massiven Unsicherheit im Vorfeld der am Freitag beginnenden Verhandlungen in Islamabad erscheint diese Entlastungsrallye auf den ersten Blick zu ausgeprägt. Dennoch halten wir von Zins² es für wenig attraktiv, derzeit auf eine Gegenbewegung (also wieder steigende Zinserwartungen) zu setzen. Denn trotz des heutigen Rücksetzers notieren die Dezember-Forwards weiterhin rund 60 Basispunkte über dem Niveau vom 27. Februar, was zeigt, dass eine beträchtliche Risikoprämie im Markt verbleibt.

Aus Sicht von Zins² ist das Aufwärtspotenzial für die EZB-Zinsen selbst im Falle einer diplomatischen Sackgasse begrenzt. Denn auch bei einer Fortsetzung der militärischen Auseinandersetzung schätzen wir das Potenzial für zusätzliche Zinsschritte der EZB über kumulierte 50 Basispunkte hinaus bis zum Jahresende als gering ein. Der Grund hierfür liegt in der zunehmenden Rezessionsgefahr: Ein dauerhaft hoher Ölpreis würde die Kaufkraft so stark schwächen, dass die EZB ab einem gewissen Punkt den Fokus auf den konjunkturellen Einbruch legen würde.

Sollten negative Schlagzeilen aus Islamabad die Zinserwartungen erneut kurzfristig in die Höhe treiben, würden wir von Zins² dies daher nicht als neuen Trend, sondern vielmehr als Kaufgelegenheit betrachten – insbesondere im 5-jährigen Laufzeitbereich. Der Bauch der Zinskurve dürfte in einem solchen Szenario davon profitieren, dass der Markt mittelfristig wieder eine Abkehr von der straffen Geldpolitik einpreisen muss, sobald die konjunkturellen Bremsspuren der Energiekrise deutlicher sichtbar werden. Gleichzeitig sollte dieser Bereich vor einem Anstieg der Laufzeitprämien aufgrund steigender Haushaltdefizite geschützt sein. Kurzfristige Panikspikes bei den Renditen sollten damit eher Kaufgelegenheiten darstellen.


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Bullisches Steepening - erneute Gegenbewegung wäre eher Kaufgelegenheit im mittleren Laufzeitbereich
Michael Ramon Klawitter
Michael Ramon Klawitter 08.04.2026 · 11:15

Diplomatische Atempause für kurzes Ende der Zinskurve – fiskalische Realität am langen Ende der Kurve trübt sich weiter ein!

Donald Trumps Einschätzung, der iranische 10-Punkte-Plan stelle eine „brauchbare Basis“ für Verhandlungen dar, muss primär durch das Prisma der US-Innenpolitik und der bevorstehenden Midterm-Wahlen im November 2026 betrachtet werden. Für das Weiße Haus ist die kurzfristige Senkung der Benzinpreise eine politische Überlebensfrage. Dennoch dürften weder die USA noch die arabischen Golf-Anrainerstaaten den iranischen Maximalforderungen in

Donald Trumps Einschätzung, der iranische 10-Punkte-Plan stelle eine „brauchbare Basis“ für Verhandlungen dar, muss primär durch das Prisma der US-Innenpolitik und der bevorstehenden Midterm-Wahlen im November 2026 betrachtet werden. Für das Weiße Haus ist die kurzfristige Senkung der Benzinpreise eine politische Überlebensfrage. Dennoch dürften weder die USA noch die arabischen Golf-Anrainerstaaten den iranischen Maximalforderungen in ihrer jetzigen Form zustimmen können. Besonders die angestrebte dauerhafte Kontrolle Teherans über die Straße von Hormuz kollidiert mit eigenen Sicherheitsinteressen. Entsprechend zäh dürften die Verhandlungen in Islamabad verlaufen. Sollte es nicht bereits bei den ersten Gesprächen am Freitag messbaren Fortschritte bei den Kernstreitpunkten – Souveränität des Seewegs, Atomprogramm und Sanktionsaufhebung – geben, ist ein erneuter, abrupter Stimmungsumschwung an den Märkten nahezu vorprogrammiert.

Das abrupte Repricing am EUR-Zinsmarkt zum Handelsstart heute Morgen ist, ähnlich wie bei den Aktien- und Kreditmärkten, primär als Eindeckung vorheriger Short-Positionen zu werten. Es handelt sich vor allem um eine technische Reaktion. Zwar hat sich das „Tail-Risk“ einer unmittelbaren militärischen Totaleskalation und deren verheerender Folgen für die Konjunktur der Eurozone etwas verringert und Hoffnungen, dass es nur zu transitorischen Inflationseffekten kommt, sind gestiegen, doch verharrt die Nervosität auf einem hohen Niveau. Ein valider Indikator für eine echte wirtschaftliche Entspannung wäre erst eine nachhaltige Einengung des Preisunterschieds zwischen „Dated Brent“ (Spotmarkt) und dem „Front Month“ (Terminmarkt). Solange das physische Öl deutlich teurer bleibt als der Terminkontrakt für Juni, bleibt die tatsächliche Belastung für die Industrie und die Inflationsdynamik bestehen – die „Papier-Entspannung“ an der Börse käme dann noch nicht in der Realwirtschaft an. (Zur Bedeutung des unterschiedlichen Ölpreises siehe gestriger Post)

Ungeachtet der Volatilität am kurzen Ende der EUR-Zinskurve zeichnen sich für das lange Ende der Kurven selbst bei einem dauerhaften Waffenstillstand erhöhte Risikoprämien ab. In den USA signalisiert die Trump-Administration eine gefährliche fiskalische Dynamik: Die geplante Erhöhung des Verteidigungsetats um ca. 50% bzw. 500 Mrd. USD wird das Haushaltsdefizit und die Staatsverschuldung weiter in die Höhe treiben. Parallel dazu wächst in der EU der Druck für steigende Verteidigungsausgaben, da das Vertrauen in die USA als verlässliche Schutzmacht im Zuge des aktuellen Konflikts weiter nachgelassen hat. Laufzeitprämien (Term Premiums) werden in den kommenden Quartalen damit eher zunehmen, wobei die Rolle von Staatsanleihen als „Safe Havens“ weiter erodiert. Wir von Zins² gehen davon aus, dass sich die Renditeniveaus für Laufzeiten jenseits der 5 Jahre im Vergleich zum Jahr 2025 dauerhaft auf einem höheren Plateau einpendeln werden. Zinspolitische Erleichterungen am kurzen Ende werden weniger deutlich als in der Vergangenheit auf lange Laufzeiten abstrahlen. Entsprechend sollten auch Bunds genauso wie US-Treasuries gegenüber Swaps underperformen.


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Diplomatische Atempause für kurzes Ende der Zinskurve – fiskalische Realität am langen Ende der Kurve trübt sich weiter ein!
Michael Ramon Klawitter
Michael Ramon Klawitter 07.04.2026 · 11:46

Brent Crude: 109 USD im Front Contract oder 141 USD Spotpreis – gravierender Unterschied für Konjunktur und Zentralbanken

Finanzmedien wie Bloomberg und andere Nachrichtenagenturen referenzieren beim Ölpreis häufig auf den sogenannten „Front Month Contract“ von Brent Crude (aktuell der Juni-Kontrakt, 109 USD). Hierbei handelt es sich um den Terminkontrakt mit der kürzesten Laufzeit und der höchsten Liquidität. Brent-Futures an der ICE verfallen turnusgemäß am letzten Geschäftstag des zweiten Monats vor dem eigentlichen Liefermonat. Im Falle des

Finanzmedien wie Bloomberg und andere Nachrichtenagenturen referenzieren beim Ölpreis häufig auf den sogenannten „Front Month Contract“ von Brent Crude (aktuell der Juni-Kontrakt, 109 USD). Hierbei handelt es sich um den Terminkontrakt mit der kürzesten Laufzeit und der höchsten Liquidität. Brent-Futures an der ICE verfallen turnusgemäß am letzten Geschäftstag des zweiten Monats vor dem eigentlichen Liefermonat. Im Falle des Juni-Kontrakts markiert somit das Ende des Aprils den Zeitpunkt des Verfalls.

Da die physische Lieferung für diesen Kontrakt noch Wochen in der Zukunft liegt, hat dieser Preis eine starke „Erwartungskomponente“ – insbesondere die Hoffnung, dass die aktuellen geopolitischen Spannungen im Persischen Golf zeitlich begrenzt bleiben. In der Konsequenz bildet der Juni-Kontrakt die gegenwärtige physische Knappheit nur unzureichend ab. Die Realität zeigt sich stattdessen im Spot-Preis für Brent Crude (Dated Brent), der aktuell bei etwa 141 USD notiert. Die daraus resultierende Differenz von rund 32 USD zum Front-Contract ist historisch außergewöhnlich und deutlich höher als 2022 (18 USD Maximum). Sie signalisiert eine extreme „Backwardation“ – ein Marktzustand, in dem die sofortige Verfügbarkeit von Rohöl massiv höher bewertet wird als zukünftige Lieferungen. Die physische Verfügbarkeit von Öl ist knapp.

Nähert sich ein Terminkontrakt seinem Ablaufdatum, verliert er zwingend seinen Charakter als spekulatives Erwartungsinstrument; er muss sich dem physischen Preisniveau angleichen. Die Marktteilnehmer befinden sich somit in einem Wettlauf gegen die Zeit: Jede Woche, die ohne diplomatischen Durchbruch verstreicht, erhöht den Druck auf die Juni-Kontrakte massiv. Sollte der Preis für Dated Brent Ende April weiterhin bei 140 USD verharren, wird der Juni-Kontrakt auf dieses Niveau ansteigen. Eine solche Entwicklung würde voraussichtlich die gesamte Terminkurve der Folgekontrakte nach oben ziehen und für Investoren und Zentralbanken die Hoffnungen eines „transitorischen Schocks“ weiter reduzieren.

Inflationserwartungen würden zulegen und die EZB unter Zugzwang setzen, ihre Zinspfade aggressiver nach oben zu korrigieren, um eine Lohn-Preis-Spirale zu verhindern. Die entscheidende Frage für die kommenden Wochen bleibt: Wird die physische Realität (der Spot-Preis) durch eine Entspannung der Lage nach unten sinken oder wird die spekulative Hoffnung (der Future-Preis) durch die Fortdauer des Konflikts gewaltsam nach oben gerissen?


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Brent Crude: 109 USD im Front Contract oder 141 USD Spotpreis – gravierender Unterschied für Konjunktur und Zentralbanken
Michael Ramon Klawitter
Michael Ramon Klawitter 02.04.2026 · 11:10

Bricht das Muster beim EUR-Kurvenspread? Auch Bund-Swap gilt es im Auge zu haben!

Die gestrigen politischen Signale aus Washington werteten die Kapitalmärkte als Bestätigung einer anhaltenden geopolitischen Sackgasse, die Potential zur Eskalation hat. In der Folge legte der Ölpreis wieder deutlich zu, was die skeptische Sicht von Zins² auf das kurzfristige Entspannungsszenario der Vortage untermauert. Beginnen Marktteilnehmer auf expansive fiskalische Reaktion zu setzen? Bemerkenswert ist heute die Reaktion am EUR-Zinsmarkt: Kurz vor

Die gestrigen politischen Signale aus Washington werteten die Kapitalmärkte als Bestätigung einer anhaltenden geopolitischen Sackgasse, die Potential zur Eskalation hat. In der Folge legte der Ölpreis wieder deutlich zu, was die skeptische Sicht von Zins² auf das kurzfristige Entspannungsszenario der Vortage untermauert.

Beginnen Marktteilnehmer auf expansive fiskalische Reaktion zu setzen?

Bemerkenswert ist heute die Reaktion am EUR-Zinsmarkt: Kurz vor dem langen Osterwochenende bleibt das bisherige Muster einer Kurvenverflachung aus. Kurze UND lange Renditen legen ähnlich zu. Seit Kriegsausbruch führten steigende Renditen am kurzen Ende fast schon mechanisch zu einer ausgeprägten Verflachung zwischen 2 und 10 Jahren sowie im 10 und 30 Jahren. Dass dieser Trend nun ins Stocken gerät, ist ein Warnsignal. Es deutet darauf hin, dass Marktteilnehmer angesichts der Krisendauer und der zunehmenden Wachstumsrisiken auf eine expansive fiskalische Reaktion der Regierungen setzen, um die wirtschaftlichen Verwerfungen abzufedern.

Spanien und Italien haben bereits erste, wenn auch begrenzte Maßnahmen ergriffen. Doch hier liegt die Krux: Angesichts der seit der Pandemie massiv gestiegenen Staatsverschuldung in der Eurozone würde eine klare Ausweitung der Fiskalpolitik unweigerlich die Laufzeitprämien zulegen lassen. Die Kurve würde steiler werden.

Obwohl wir von Zins² – wie in unserem Kompass für April dargelegt (Link) – skeptisch bleiben, dass es tatsächlich zu einer breit angelegten, expansiven Fiskalwelle kommen wird (schlicht, weil die fiskalischen Spielräume fehlen), steigen die Risiken, dass die Politik sich dem öffentlichen Druck beugt mit jeder Woche, die der Konflikt andauert. Selbst ohne aktive Hilfsprogramme sorgt die konjunkturelle Abkühlung für eine steigende Defizitquoten, was die Risikoprämien bei Staatsanleihen am langen Ende erhöhen kann. Die Diskussion um den erodierenden Safe-Haven Status von Staatsanleihen ist in einem solchen Umfeld niemals weit entfernt.

Neben Kurvenspreads würde auch Bund-Swap deutlich reagieren

Sollte sich eine Wende in den Erwartungen zur Fiskalpolitik verfestigen, würde neben den Kurvenspreads insbesondere der Bund-Swap-Spread reagieren. In einem solchen Szenario dürften Bundesanleihen gegenüber Swaps underperformen. Niveaus um null Bp im 10-jährigen Bereich erscheinen dann nicht mehr unrealistisch. Für die Praxis bedeutet das: Wir bei Zins² favorisieren aktuell wieder Bund-Futures gegenüber Swaps zur Absicherung von Zinsrisiken.


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Bricht das Muster beim EUR-Kurvenspread? Auch Bund-Swap gilt es im Auge zu haben!
Michael Ramon Klawitter
Michael Ramon Klawitter 01.04.2026 · 14:03

Buy the Rumours und Sell the Fact? Wird heute Abend um 21:00 Uhr Eastern Time „geliefert“?

Die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Konflikts am Persischen Golf sorgt derzeit für ein deutliches Re-Pricing an den Kapitalmärkten. Doch mahnt die Realität zur Vorsicht. Wer erwartet, dass der US-Präsident heute Abend um 21:00 Uhr Eastern Time ein sofortiges Ende des Militäreinsatzes verkündet, verkennt die geopolitische Situation. Auch am „Wettmarkt“ Polymarket deutet bisher wenig auf ein

Die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Konflikts am Persischen Golf sorgt derzeit für ein deutliches Re-Pricing an den Kapitalmärkten. Doch mahnt die Realität zur Vorsicht. Wer erwartet, dass der US-Präsident heute Abend um 21:00 Uhr Eastern Time ein sofortiges Ende des Militäreinsatzes verkündet, verkennt die geopolitische Situation. Auch am „Wettmarkt“ Polymarket deutet bisher wenig auf ein Ende des Krieges hin. Die Wahrscheinlichkeit für einen Waffenstillstand bis Ende April steht bei nur 38%.

Solange der Iran die Straße von Hormus nicht dauerhaft freigibt, würde ein Rückzug der USA als geopolitische Niederlage für Trump gewertet werden. Denn die Position der Golfanrainerstaaten – bisherige loyale Verbündete der USA – würde geschwächt und Teheran für seine Eskalationsstrategie belohnt. Dies würde auch kaum mit den Sicherheitsinteressen Israels vereinbar sein. Eine solche Situation als Sieg „zu verkaufen“, vor allem wenn gleichzeitig Energiepreise hoch bleiben, dürfte selbst in der MAGA-Bewegung auf wenig Zuspruch treffen.

Die aktuelle Erleichterung an den Märkten greift daher zu kurz. Solange die Straße von Hormus nicht wieder generell geöffnet ist, werden die Risikoprämien für Rohöl, LNG sowie für energieintensive Vorprodukte wie Düngemittel und Grundchemikalien auf einem strukturell erhöhten Niveau verharren. Inflations- und Wachstumsrisiken bleiben erhöht auch wenn dies die globalen Regionen asymmetrisch trifft: Während die US-Wirtschaft als Nettoenergieexporteur eine relative Resilienz aufweist, stehen die energieimportabhängigen Industriezentren in Asien und Europa unter starkem Druck. Vor diesem Hintergrund mahnen wir von Zins² zur Vorsicht: Den jüngsten Rückgang der Risikowahrnehmung zu extrapolieren, halten wir im aktuellen geopolitischen Umfeld für verfrüht. Auch am kurzen Ende der EUR-Zinskurve dürfte das Auspreisen von EZB-Zinssteigerungserwartungen bald auf Widerstand stoßen und eine Wahrscheinlichkeit von klar unter 50 % für einen ersten EZB-Zinsschritt Ende April würden wir aktuell nicht "kaufen".


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Buy the Rumours und Sell the Fact? Wird heute Abend um 21:00 Uhr Eastern Time „geliefert“?
Michael Ramon Klawitter
Michael Ramon Klawitter 30.03.2026 · 13:24

EUR-Zinskurve: Von Inflationssorgen hin zu Rezessionsängsten

Die aggressive Rhetorik von US-Präsident Trump im Financial Times-Interview („Take the oil“) verschiebt das Marktszenario vor dem Auslaufen des von Trump gesetzten Ultimatums gegen den Iran am 6. April in Richtung einer weiteren Eskalation. Entsprechend legt der Ölpreis auf über 115 USD zu. Sollte es zu anhaltenden Schäden an der Energieinfrastruktur am Golf ohne Öffnung der Straße von

Die aggressive Rhetorik von US-Präsident Trump im Financial Times-Interview („Take the oil“) verschiebt das Marktszenario vor dem Auslaufen des von Trump gesetzten Ultimatums gegen den Iran am 6. April in Richtung einer weiteren Eskalation. Entsprechend legt der Ölpreis auf über 115 USD zu. Sollte es zu anhaltenden Schäden an der Energieinfrastruktur am Golf ohne Öffnung der Straße von Hormuz  kommen, erscheinen auch 150 USD möglich. Der Renditerückgang zum Wochenstart zeigt dabei, dass der Fokus am Markt begonnen hat,  sich von den Inflationsrisiken hin zu den Wachstums- / Rezessionsrisiken zu verschieben. 

Angesichts der festen Muster bei den Auswirkungen eines Preisschocks auf die Wirtschaft und die Zinskurve ist dies kaum verwunderlich, auch wenn wir noch nicht überzeugt sind, dass die Höchststände bei den EZB-Zinssteigerungserwartungen erreicht sind. Die Grafik zeigt , dass zumindest im letzten Zyklus die Kurvenverflachung erst deutlich NACH Beginn der Zinssteigerungen der EZB ihr Maximum erreicht hatte.  Angesichts der Unsicherheiten bei der Energiepreisentwicklung dürfte es auch diesmal Zeit brauchen, um das Ausmaß der EZB-Zinsanhebungen (Szenario 2 oder 3 in Lagardes Ausführungen) abzuschätzen.

Die Anatomie des Ölpreisschocks (Schematischer Verlauf)

  1. Monat 1–3 (Unmittelbarer Schock): Die Headline-Inflation springt sofort an, was sich schon in den heute Morgen veröffentlichten deutschen Länder-Inflationszahlen widerspiegelt. In der Eurozone ist ein Anstieg der Gesamtrate um 1,5 bis 2,0 Prozentpunkte binnen eines Quartals zu erwarten. Das BIP-Wachstum knickt nur verzögert ein, da sich die Wirtschaftssubjekte erst an die Situation anpassen müssen. 
  2. Monat 6–9 (Der Inflations-Peak): Hier erreichen die Zweitrundeneffekte ihren Höhepunkt (ca. Herbst 2026) während die Industrieproduktion aufgrund unrentabler Energiekosten zurückgefahren wird. Die Realeinkommen der Konsumenten drehen ins Minus was den Konsum belastet.
  3. Monat 12+ (Die Rezessions-Tiefe): Während die Inflation schon wieder deutlich zurückgeht, erreicht die Rezession ihren Höhepunkt meist erst drei bis vier Quartale nach dem initialen Preis-Schock. Für die Eurozone bedeutet ein 100%-Schock beim Ölpreis ein BIP-Minus von ca. 1 bis 2%-Punkten, abhängig von den fiskalischen Gegenmaßnahmen. 

Die Zinskurve wird in diesem Umfeld zwischen zwei Mühlsteinen zerrieben: 

  1. Das kurze Ende (2 Jahre): Hier regiert die Angst vor der Inflation und die Entschlossenheit der EZB. Da die Notenbank die „Scharte von 2022 auswetzen“ will (muss), werden die Zinsen trotz Rezessionsgefahr angehoben. Die Renditen am kurzen Ende können auch nach der schon erfolgten Anpassung seit Ende Februar weiter etwas steigen. 
  2. Das lange Ende (10–30 Jahre): Hier gewinnen die Wachstumsrisiken die Oberhand. Je höher der Ölpreis steigt, desto stärker wird eine zukünftige Rezession eingepreist. Dies deckelt das Potenzial für steigende Renditen jenseits der 3%-Marke bei 10-jährigen Bunds, was eine weitere Kurvenverflachung bis hin zu einer zeitweiligen Inversion der EUR-Kurve zwischen 2 und 10 Jahren ermöglicht.  

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EUR-Zinskurve: Von Inflationssorgen hin zu Rezessionsängsten
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Michael Ramon Klawitter 26.03.2026 · 12:10

Pendel zwischen Diplomatie und Detonation – wir von Zins² reduzieren Risiko vor dem Ende des Ultimatums

Das Fünftage-Ultimatum von Präsident Trump gegen den Iran läuft morgen Abend aus, und beide Seiten scheinen auf ihren Maximalforderungen zu beharren. Die “Wette” scheint, dass der jeweils andere in letzter Sekunde „einknickt“. Was als Verhandlungstaktik interpretiert werden kann, birgt die Gefahr einer Fortsetzung des „heißen“ Krieges ohne die erhoffte Feuerpause. Angesichts der bekannten Ungeduld Trumps und des Aufbaus der

Das Fünftage-Ultimatum von Präsident Trump gegen den Iran läuft morgen Abend aus, und beide Seiten scheinen auf ihren Maximalforderungen zu beharren. Die “Wette” scheint, dass der jeweils andere in letzter Sekunde „einknickt“. Was als Verhandlungstaktik interpretiert werden kann, birgt die Gefahr einer Fortsetzung des „heißen“ Krieges ohne die erhoffte Feuerpause. Angesichts der bekannten Ungeduld Trumps und des Aufbaus der US-Truppenpräsenz in der Golfregion nimmt damit auch das Risiko einer weiteren Eskalation zu. 

Aus Sicht von Zins² ist die Gemengelage mittlerweile zu undurchsichtig, um an der bisherigen Positionierung, die zumindest auf keine weitere Eskalation setzte, festzuhalten. Sollte das Ultimatum ohne Ergebnis verstreichen und militärische Schläge gegen die Energieinfrastruktur folgen, wäre die Marktreaktion am Montagmorgen verheerend. Und selbst wenn es nicht weiter eskaliert, würden die Risikoprämien am Energiemarkt eher steigen, da Knappheitssorgen bei Öl und Gas aufgrund der zeitlichen Streckung der Sperrung der Straße von Hormuz zunähmen.  

Da das Chance-Risiko-Verhältnis für Long-Durations-Wetten in diesem Umfeld nicht mehr tragfähig ist, haben wir von Zins² heute zum Handelsstart reagiert. Wir haben Long-Positionen im Portfolio über alle Punkte der Kurve reduziert und sind auf neutral geschwenkt. Gleichzeitig sehen wir das Risiko, dass es in Europa bei einer Verlängerung der Phase hoher Ölpreise zu fiskalischen Stützungsmaßnahmen kommt, was Laufzeitprämien bei Staatsanleihen ebenfalls ansteigen lassen würde. Solange das Pendel zwischen Diplomatie und Detonation so unvorhersehbar schwingt, bevorzugen wir eine abwartende Haltung an der Seitenlinie.  

Der diplomatische Stillstand kristallisiert sich an drei Punkten, die eine Einigung derzeit fast unmöglich machen: 

Die Chronologie der Schritte: Trump verlangt: „Zuerst die Öffnung der Straße von Hormuz und dann wird über alles weitere gesprochen“. Iran: „Zuerst das Ende des Kriegs und der Sanktionen und dann wird die Meerenge geöffnet.“ Da das Vertrauen zwischen beiden Akteuren nahe null liegt, scheut jede Seite davor zurück, den ersten Schritt zu machen. 

Der Umfang des Deals: Während die USA einen „Great Deal“ anstreben, der alle Aspekte des Irans vom Atomprogramm bis zu den militärischen Fähigkeiten eingrenzt, ist Teheran maximal zu einer technischen Lösung für den Schiffsverkehr bereit – und das auch nur gegen massive ökonomische Konzessionen. 

Die interne Gesichtswahrung: Für Trump ist der Deal eine Marketing-Frage gegenüber seiner Wählerbasis; für den Iran ist er eine Frage der ideologischen Integrität. Ein Kompromiss, der beide Seiten als „Sieger“ dastehen lässt, erscheint angesichts der aggressiven  Rhetorik und Truppenverlegungen im Golf aktuell kaum zu erreichen. 


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Pendel zwischen Diplomatie und Detonation – wir von Zins² reduzieren Risiko vor dem Ende des Ultimatums
Michael Ramon Klawitter
Michael Ramon Klawitter 25.03.2026 · 16:50

Zins²-Update: Tail-Risk nimmt ab aber kein Status quo von vor dem 27. Februar

Trotz widersprüchlicher Signale aus Washington und Teheran bezüglich der Bedingungen für ein Ende der militärischen Konfrontation setzen die Kapitalmärkte zunehmend auf eine Verhandlungslösung. Dies führt bei Aktien und Credit-Titeln aktuell zu deutlichem Short-Covering, während die Inflationssorgen am Markt nachlassen. So sind die 1-Jahres-Inflationsswaps seit dem Hoch am 19.03. von 3,69% auf zuletzt „nur noch“

Trotz widersprüchlicher Signale aus Washington und Teheran bezüglich der Bedingungen für ein Ende der militärischen Konfrontation setzen die Kapitalmärkte zunehmend auf eine Verhandlungslösung. Dies führt bei Aktien und Credit-Titeln aktuell zu deutlichem Short-Covering, während die Inflationssorgen am Markt nachlassen. So sind die 1-Jahres-Inflationsswaps seit dem Hoch am 19.03. von 3,69% auf zuletzt „nur noch“ 3,07% gefallen. Die 1J1J Inflationsforwards notieren mit 2,11% nur leicht oberhalb der Zielmarke der EZB. Entsprechend gibt die EUR-Zinskurve spürbar nach. Angesichts der massiven US-Truppenverlegungen in die Golfregion sowie des erratischen Naturells von US-Präsident Trump wären wir zwar überrascht, wenn es vor Ablauf des fünftägigen Ultimatums – spätestens zum kommenden Wochenende – nicht erneut zu Volatilitätsschüben käme. Dennoch nimmt aus Sicht von Zins² das Tail-Risk einer unkontrollierten Eskalation (=Invertierung der EUR-Zinskurve zwischen 2 und 10 Jahren) sukzessive ab. 

Wie bereits in früheren Updates dargelegt, erwarten wir jedoch keine Rückkehr zum Status quo von vor dem 27. Februar. Kurven und Spreads dürften lediglich etwa die Hälfte der vorangegangenen Risk-off-Bewegungen wieder aufholen, da eine anhaltende geopolitische Risikoprämie eingepreist bleiben muss. Die heutigen Kommentare von EZB-Präsidentin Lagarde an der Universität Frankfurt stützen unsere Einschätzung für die Euro-Zinskurve. Lagarde verdeutlichte das schwierige Mandat: Während die EZB durch rein kurzfristige Angebotsschocks hindurchblicken kann, erfordert ein signifikanter Preissprung – selbst, wenn er vorübergehender Natur ist – eine maßvolle geldpolitische Antwort, um die Verankerung der Inflationserwartungen nicht zu gefährden. 

Schwacher Ifo Index unterstreicht EZB-Dilemma

In diesem Umfeld kann eine Zinserhöhung auf der kommenden Sitzung am 30. April nicht ausgeschlossen werden, auch wenn wir die Wahrscheinlichkeit niedriger einschätzen, als die aktuell am Markt eingepreisten 65% (Zins² eher 40%). Grundsätzlich ist der Spielraum für einen echten Straffungszyklus eng begrenzt, was auch der heutige Ifo-Index für März unterstreicht: Der Einbruch der Erwartungskomponente von 90,2 auf 86,0 signalisiert, dass die Konjunktursorgen der deutschen Wirtschaft kriegsbedingt zugenommen haben, was Zinsanhebungen deckelt. Die bis Jahresende eingepreisten 68 Bp an Zinssteigerungen für die EZB sehen wir als zu hoch an, wohl wissend, dass die Zeitachse des Konflikts die entscheidende Komponente ist.  


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Zins²-Update: Tail-Risk nimmt ab aber kein Status quo von vor dem 27. Februar
Michael Ramon Klawitter
Michael Ramon Klawitter 24.03.2026 · 11:35

Euroland PMIs – Bestätigung von Stagflationssorgen

Die vorläufigen Einkaufsmanagerindizes (PMI) für die Eurozone im März 2026 bestätigen Stagflationssorgen. Zwar signalisiert der Composite PMI mit 50,5 Punkten formal noch ein minimales Wachstum, doch geht die Dynamik zurück. Der für die Gesamtstabilität entscheidende Dienstleistungssektor ist nahezu zum Stillstand gekommen (50,1 nach 51,9 im Vormonat). Gleichzeitig nehmen die Einkaufspreise deutlich zu und der Kostenschub wird von

Die vorläufigen Einkaufsmanagerindizes (PMI) für die Eurozone im März 2026 bestätigen Stagflationssorgen. Zwar signalisiert der Composite PMI mit 50,5 Punkten formal noch ein minimales Wachstum, doch geht die Dynamik zurück. Der für die Gesamtstabilität entscheidende Dienstleistungssektor ist nahezu zum Stillstand gekommen (50,1 nach 51,9 im Vormonat). Gleichzeitig nehmen die Einkaufspreise deutlich zu und der Kostenschub wird von den Unternehmen an die Endkunden weitergegeben. Die Geschäftsaussichten für das kommende Jahr sind infolgedessen so pessimistisch wie seit dem Beginn der russischen Invasion in der Ukraine nicht mehr. Ohne eine schnelle Entspannung am Persischen Golf  haben die Einkaufsmanagerindizes angesichts der sich verschärfenden Wachstumsabschwächung in den kommenden 2 Monaten noch erhebliches Rückschlagpotential. Aufgrund der massiv expansiven Fiskalpolitik dürfte Deutschland dabei im Vergleich zu anderen Eurolandstaaten  outperformen. 

Für das kurze Ende der EUR-Zinskurve ist dieser Datenkranz ein Signal für „High for Longer“. Da Zweitrundeneffekte bei der Inflation drohen, sind die Märkte gezwungen, eine restriktive Haltung der Notenbank einzupreisen (aktuell 70 Bp bis Jahresende). Auch mit einem schnellen Ende des Krieges im Iran wird die EUR-Zinskurve damit deutlich flacher bleiben als vor Ende Februar. Sollte die Deeskalation nicht schnell kommen, wird sich die EUR-Zinskurve aus dem Zusammenspiel von Inflations- und Wachstumsrisiken invertieren.  Spreadmärkte bleiben zugleich volatil.


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