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Michael Ramon Klawitter
Michael Ramon Klawitter 11.01.2026 · 14:17

Schlüssel-Events der Woche (KW 3)

Auch wenn Geopolitik die Makrodaten überlagert, bringt die anstehende Woche interessante Events...

Datum Indikator Konsens Vorher Marktrelevanz
13.01.2026 Start Q4 Berichtssaison S&P 500 mit Zahlen von JP Morgan
13.01.2026 USA Kerninflation Dez, yoy 2.7% 2.6%
14.01.2026 USA Einzelhandelsumsatz Dez, mom 0.4% 0.4%
15.01.2026 Deutsches BIP 2025, yoy 0.1% -0.5%

13.01. Start der Q4‑2025‑Berichtssaison für S&P‑500‑Unternehmen. J.P. Morgan eröffnet am Dienstag den Reigen; bei den Großbanken liegt der Fokus vor allem auf der Frage, ob Kreditabschreibungen zunehmen. Das liefert Hinweise auf die Gesundheit des Konsumenten und damit auf die der US‑Wirtschaft insgesamt. Die Veröffentlichungen der für das Marktsentiment insgesamt entscheidenden Quartalszahlen der großen Technologiekonzerne starten erst in der letzten Januarwoche.

13.01. Die US‑Inflationszahlen für Dezember werden weiterhin durch den Shutdown der US‑Administration
verzerrt sein, da Vergleichswerte für Oktober und November nicht erhoben
wurden. Nach der verzerrten November‑Zahl erscheinen die Marktrisiken
asymmetrisch: Eine stärkere CPI‑Zahl würde Zinssenkungserwartungen der Fed
stärker zurückdrängen, als eine schwache Zahl die Erwartungen an Zinssenkungen
erhöhen würde.

14.01. US‑Einzelhandelsumsätze für Dezember. Die Umsatzmeldungen der Unternehmen für
die Weihnachtszeit waren recht solide. Zusammen mit dem robusten
Arbeitsmarktbericht sollte sich dies in soliden Einzelhandelsumsätzen
widerspiegeln. Der US‑Konsument wirkt weiterhin widerstandsfähig.

14.01. Mögliches Misstrauensvotum gegen die französische Minderheitsregierung unter Lecornu. Für den Fall einer Niederlage sind Neuwahlen für Mitte März angedacht.

15.01. Die deutschen BIP‑Zahlen für 2025 sollten angesichts der hohen Fiskalausgaben
eine deutliche Verbesserung gegenüber 2024 (−0,5 % yoy) zeigen. Das Risiko für
die Zahlen ist nach oben gerichtet; große Marktauswirkungen erwarten wir von
www.zins.de jedoch nicht.

Jenseits der festen Daten: Die Entscheidung des obersten US‑Gerichts zur Rechtmäßigkeit von Trumps Zöllen steht an. Sollten diese als rechtswidrig eingestuft werden, hätten US‑Unternehmen potenziell hohe Regressansprüche. Selbst wenn die Administration neue Zölle auf anderer rechtlicher Grundlage einführt, würde sich die Haushaltssituation der USA um schätzungsweise ~150 Mrd. USD verschlechtern.

Michael Ramon Klawitter
Michael Ramon Klawitter 11.01.2026 · 12:53

Märkte geben Trump weiter den „Benefit of the Doubt“

Aktien auf Rekordhoch, der USD fest, die gehandelte Cross-Market Volatilität bröckelt. Zum Ende der ersten Handelswoche 2026 scheint an den Märkten alles „Business as usual“. Das vorherrschende Narrativ ist: Trump ist ein Übergangsphänomen, die Mid-Terms im November 2026 werden es schon richten bzw. wie der Rheinländer sagt: „Et hätt noch emmer joot jejange“. Wir bei www.zins2.de warnen davor,

Aktien auf Rekordhoch, der USD fest, die gehandelte Cross-Market Volatilität bröckelt. Zum Ende der ersten Handelswoche 2026 scheint an den Märkten alles „Business as usual“. Das vorherrschende Narrativ ist: Trump ist ein Übergangsphänomen, die Mid-Terms im November 2026 werden es schon richten bzw. wie der Rheinländer sagt: „Et hätt noch emmer joot jejange“.

Wir bei www.zins2.de warnen davor, diese Ruhe 1:1 ins Portfolio zu übertragen. Politik wird derzeit wichtiger als Makro-Daten. Wir sehen Brüche mit fundamentalen Normen, die als „Tail-Risks“ zwingend eingepreist werden müssen:

1. Geopolitischer Stress: Der militärische Zugriff auf Venezuela ist das eine. Die Drohungen gegen den NATO-Partner Dänemark (Grönland) sind jedoch eine neue Dimension der Bündnis-Erosion mit potentiell dramatischen Auswirkungen für die Fiskalpolitik in der EU: weitere sprunghafte Zunahme gemeinschaftlicher Verschuldung.

2. Marktinterventionen: Die Ankündigung, den US-Verteidigungshaushalt bis 2027 um 500 Mrd. USD auf 1,5 Bio. USD hochzuschrauben , gepaart mit Dividenden-Stopps für Rüstungsfirmen und einer Begrenzung der Höhe der Kreditkartenzinsen auf 10 %, zeigt: Der US-Staat greift tief in die Corporate Governance ein und der „Common Sense“ Ansatz mit Blick auf die Märkte bröckelt.

3. Fed-Unabhängigkeit: Warum sollen die autokratischen Interventionen der US-Regierung vor der Fed Halt machen? Forderungen nach drastischen Zinssenkungen (=negative Realrenditen am kurzen Ende der USD-Kurve) und eine generelle Politisierung der Fed müssen in die Überlegungen zur Portfoliopositionierung mit einbezogen werden.

Fazit: Fixed-Income und FX-Märkte bleiben aktuell robust, aber Anleger sollten politische Risiken aktiv managen und geeignete Absicherungen für Tail‑Events vorsehen.

Michael Ramon Klawitter
Michael Ramon Klawitter 09.01.2026 · 15:04

Kurvenspread 30/50 Jahre: wo bleiben die niederländischen Pensionskassen?

Während sich die EUR-Swapkurve nach den recht ordentlichen US-Arbeitsmarktzahlen im vorderen Bereich kaum verändert, fallen die Renditerückgänge am ultra‑langen Ende der EUR‑Swapkurve (30J −1,5 Bp, 50J −2,5 Bp) und die beschleunigte Verflachung zwischen 30 und 50 Jahrenfallen auch heute ins Auge. Offensichtlich sind die erwarteten Durationsanpassungen niederländischer Pensionskassen, zumindest in der ersten Januarwoche, geringer ausgefallen als

Während sich die EUR-Swapkurve nach den recht ordentlichen US-Arbeitsmarktzahlen im vorderen Bereich kaum verändert, fallen die Renditerückgänge am ultra‑langen Ende der EUR‑Swapkurve (30J −1,5 Bp, 50J −2,5 Bp) und die beschleunigte Verflachung zwischen 30 und 50 Jahrenfallen auch heute ins Auge.

Offensichtlich sind die erwarteten Durationsanpassungen niederländischer Pensionskassen, zumindest in der ersten Januarwoche, geringer ausgefallen als antizipiert. Marktteilnehmer, die auf eine Versteilung im hinteren Kurvenbereich gesetzt hatten, werden auf dem falschen Fuß erwischt und müssen Shorts eindecken. In der Folge outperformen Swaps gegenüber dem Buxel (30 Jahre) allein heute um 1,5 Bp (zum Vergleichszeitpunkt 30.12.2025: 6 Bp).

Angesichts der stark technisch getriebenen Kurvenbewegung hängt es nun für die weitere Entwicklung des 30/50er Spreads aber auch des Buxel-Spreads stark davon ab, ob kommende Woche die niederländischen Pensionskassen sich aus der Deckung wagen. Wenn nein, kann der Short-Squeeze am ultralangen Ende noch anhalten.

Grundsätzlich sehen wir von www.zins2.de starke Argumente, dass die Zinskurve zwischen 30 und 50 Jahren (und darüber hinaus) aufgrund des „Werts“ der Konvexität klar invers sein muss.

Kurvenspread 30/50 Jahre: wo bleiben die niederländischen Pensionskassen?
Michael Ramon Klawitter
Michael Ramon Klawitter 08.01.2026 · 14:08

NRW 2056 mit Rekordbuch - relevant für ultra-lange Laufzeiten insgesamt!

Am EUR-Primärmarkt sticht heute die 30-jährige NRW-Anleihe (01/2056, MS +62 Bp) hervor: Das Orderbuch lag bei über 16,7 Mrd. EUR – begünstigt durch das No-Grow-Format der Anleihe, das zu inflationierten Orders führte. Für uns bei zins2.de bestätigt das Ergebnis die These, dass zum Jahresbeginn – insbesondere durch hohe Liquiditätszuflüsse bei Versicherungen – die Nachfrage nach Cash-Bonds jenseits von 20 Jahren

Am EUR-Primärmarkt sticht heute die 30-jährige NRW-Anleihe (01/2056, MS +62 Bp) hervor: Das Orderbuch lag bei über 16,7 Mrd. EUR – begünstigt durch das No-Grow-Format der Anleihe, das zu inflationierten Orders führte.

Für uns bei zins2.de bestätigt das Ergebnis die These, dass zum Jahresbeginn – insbesondere durch hohe Liquiditätszuflüsse bei Versicherungen – die Nachfrage nach Cash-Bonds jenseits von 20 Jahren das Angebot übersteigt und entsprechende Performancechancen vs. Swaps bestehen. Diese Situation sollte anhalten.

Angesichts der Steilheit der NRW-Kurve auch jenseits von 30 Jahren erscheint es attraktiv, auch Laufzeiten wie 2068 bis 2079 in den Blick zu nehmen. Auch außerhalb der NRW-Kurve sehen wir relative Value amultra-langen Ende. Z. B. in EU-Anleihen: Diese handeln bei besseremRating als NRW günstiger (höherer Spread) und notieren auchgegenüber dem BIP-gewichteten Korb aus EU-Staatsanleihen günstig. Letzteres ist ein zusätzliches Argument für Investoren mit Fokus auf das ultra-lange Ende der EU-Kurve.

NRW 2056 mit Rekordbuch - relevant für ultra-lange Laufzeiten insgesamt!
Michael Ramon Klawitter
Michael Ramon Klawitter 07.01.2026 · 15:13

Supply-Tsunami & EUR-Kurvenverflachung

Der „Supply-Tsunami“ wird auch heute (07.01) trotz des massiven Volumens > 25 Mrd. € Gesamtangebot allein durch die 5 großen 10-jährigen Deals (Deutschland (Auktion), Belgien, KfW, EIB, DZ-Hyp) gut weggesteckt. Die Bücher der syndizierten Solva0-Deals waren bis zu 10-fach überzeichnet, das der DZ-Hyp knapp vierfach. Die Neuemissionsprämien (NIPs) schmolzen im Pricing-Prozess dahin. Auch wenn die Deals im Graumarkt noch etwas

Der „Supply-Tsunami“ wird auch heute (07.01) trotz des massiven Volumens > 25 Mrd. € Gesamtangebot allein durch die 5 großen 10-jährigen Deals (Deutschland (Auktion), Belgien, KfW, EIB, DZ-Hyp) gut weggesteckt. Die Bücher der syndizierten Solva0-Deals waren bis zu 10-fach überzeichnet, das der DZ-Hyp knapp vierfach. Die Neuemissionsprämien (NIPs) schmolzen im Pricing-Prozess dahin. Auch wenn die Deals im Graumarkt noch etwas fester handeln wären wir vorsichtig die Spreadeinengung vs. Swaps in die nächste Woche hinein zu extrapolieren.

Angesichts der Dynamik auch auf bei den outright Zinsen scheinen zwar manche Investoren von FOMO (Fear of Missing Out) geleitet zu sein, doch angesichts der Emissionsvolumina sollte dies zeitlich nur begrenzt sein. Hinzu kommt, dass viele Handelstische von Marketmakern zwar ins Jahr mit niedrigen Beständen gestartet sind, doch sich inzwischen ebenfalls „voll-laden“ können, so dass ab nächster Woche sich der Neuemissionsmarkt zäher gestalten sollte.

Wir von www.zins2.de sehen uns grundsätzlichin unserer Sicht bestätigt, dass lange und ultra-lange Laufzeiten zum Jahresstart 2026 Value bieten. (interessant wird die 30-jährige Neuemission vonm Land NRW morgen!) Die Swap-Kurve verflacht sich nicht nur zwischen 2 und 10 Jahren deutlich, sondern auch zwischen 10 und 30 Jahren und 30 und 50 Jahren. Vor allem letzteres dürfte ein „Pain-Trade“ angesichts der fehlenden bzw. geringer als erwarteten Flows von niederländischen Pensionskassen zum Jahresstart sein (Schließen von Receivern).  Zudem hilft die heutige Veröffentlichung des Rückgangs der Euroland Kerninflation auf 2,3% im Dezember dem langen Ende der Kurve.

Vor dem entscheidenden US-Arbeitsmarktbericht am Freitag wären wir von www.zins2.de jedoch nach der schon erfolgten EUR-Zinsbewegung (10J EUR Swap -8 Bp seit 30.12)vorsichtig, outright auf weitere schnelle Renditerückgänge zu setzen. Dagegen erscheinen Cash-Renditen mit Laufzeiten >30 Jahre vor allem ggü. Swaps auf absehbare Zeit weiterhin attraktiv.

Supply-Tsunami & EUR-Kurvenverflachung
Michael Ramon Klawitter
Michael Ramon Klawitter 06.01.2026 · 07:56

Der "Schnabel-Hike" der EZB wird ausgepreist – lange Laufzeiten bleiben gesucht

Die vorläufigen deutschen Inflationszahlen für Dezember fielen mit HVPI 2,0 % yoy niedriger aus als erwartet (2,2 %). In Kombination mit den sehr niedrigen französischen Daten (0,7 % yoy) werden die nach den hawkishen Kommentaren von EZB‑Direktoriumsmitglied Schnabel Anfang Dezember eingepreisten leichten Zinserhöhungserwartungen für die zweite Jahreshälfte 2026 nun wieder ausgepreist. Die EUR‑Swapkurve verschiebt sich bis 30 Jahre

Die vorläufigen deutschen Inflationszahlen für Dezember fielen mit HVPI 2,0 % yoy niedriger aus als erwartet (2,2 %). In Kombination mit den sehr niedrigen französischen Daten (0,7 % yoy) werden die nach den hawkishen Kommentaren von EZB‑Direktoriumsmitglied Schnabel Anfang Dezember eingepreisten leichten Zinserhöhungserwartungen für die zweite Jahreshälfte 2026 nun wieder ausgepreist.

Die EUR‑Swapkurve verschiebt sich bis 30 Jahre um rund 3 Bp nach unten, ähnlich bewegt sich die Bundkurve. Angesichts des ab morgen (07.01.) erwarteten hohen Angebots langer Duration wäre ein Steepening intuitiver gewesen. Die Bewegung unterstreicht jedoch die Einschätzung von www.zins2.de, dass lange Laufzeiten nach der Kurvenversteilung derletzten Monate sowohl gegenüber Swaps als auch outright Value bieten.

Auch die Positionierung dürfte eine Rolle spielen. Der Markt war/ist – antizipierend auf Flows niederländischer Pensionskassen – im Ultra-Long-End wohl eher short Duration positioniert. Bleiben diese Flows geringer als gedacht, ist der Weg des geringsten Widerstands aktuell: tiefere Renditen.

Worauf es morgen ankommt: Der Markt dürfte nach den heutigen deutschen Inflationszahlen etwas schwächere Eurolandzahlen morgen um 11:00 Uhr schon eingepreist haben. Der Fokus shiftet eher auf: Primary Market Action: Viele 10-Jahres-Syndizierungen (u.a. Belgien, EIB, KfW, DZ-Hyp) werden die Aufnahmefähigkeit des Marktes testen.US Makro: Nachdem der ISM Manufacturing enttäuschte, warten alle auf den ISM Services und den ADP-Report (beide Dezember) als Vorboten für die Non-Farm Payrolls am Freitag. Schlechte US-Daten könnten den Renditerückgang global zementieren.

Der "Schnabel-Hike" der EZB wird ausgepreist – lange Laufzeiten bleiben gesucht
Michael Ramon Klawitter
Michael Ramon Klawitter 05.01.2026 · 15:27

Starker Start am EUR‑Primärmarkt – über alle Marktsegmente hinweg!

Der EUR‑Primärmarkt startet beeindruckend ins neue Jahr. Über alle Segmente hinweg – Staatsanleihen, Solva 0, Covered Bonds und Financials – zeigen sich die ersten Neuemissionen außerordentlich stark nachgefragt. Der hohe Anlagebedarf, der bereits das zweite Halbjahr 2025 geprägt hat, setzt sich fort: Spreads werden weiter eingezogen und Anleihen werden mit ohne Neuemissionsprämie auf oder unter der Sekundärmarktkurve gepreist. High‑Beta‑Emittenten

Der EUR‑Primärmarkt startet beeindruckend ins neue Jahr. Über alle Segmente hinweg – Staatsanleihen, Solva 0, Covered Bonds und Financials – zeigen sich die ersten Neuemissionen außerordentlich stark nachgefragt. Der hohe Anlagebedarf, der bereits das zweite Halbjahr 2025 geprägt hat, setzt sich fort: Spreads werden weiter eingezogen und Anleihen werden mit ohne Neuemissionsprämie auf oder unter der Sekundärmarktkurve gepreist. High‑Beta‑Emittenten zeigen erneut eine deutliche Outperformance.

Für uns bei zins2.de bestätigt sich die Einschätzung, dass gerade lange Laufzeiten angesichts der Kurvenversteilung der letzten Monate und attraktiver absoluter Renditen auf robuste Nachfrage treffen werden und Value bieten. Einige Beispiele unterstreichen die Dynamik:

Land Niedersachsen (Dualtranche) Die 10‑jährige Tranche war mit 7,6 Mrd. EUR bei einer Größe von 1,5 Mrd. EUR rund 5‑fach überzeichnet. Gepreist wurde bei MS +26 Bp, also unter der Sekundärkurve. Zum Vergleich: Die NIESA 2,75% 01/2035 wurde Anfang 2025 noch bei MS +43 Bp und einem Orderbuch von 1,9 Mrd. EUR platziert.

Arkea Covered Bond (10J, 750 Mio. EUR) Mit einem Orderbuch von 3,6 Mrd. EUR massiv überzeichnet. Die Spreads konnten vom IPT bei MS +64 Bp auf MS +56 Bp eingezogen werden. Die starke Nachfrage reflektiert, dass die Anleihe zu den attraktivsten Aaa‑Assets in der Eurozone zählt.

Bank of Ireland Tier 2, 500 Mio. EUR 12NC7. Buch 4,25 Mrd. EUR, Spread um 35 Bp auf MS +135 reingezogen.Trotz der aktuell starken Aufnahme der Neuemissionen – und das mitten in der „Hessenwoche“ – bleibt anzuzweifeln, dass dieses Momentum bis in den Februar hinein anhalten kann. Denn erfahrungsgemäß wollen die Emittenten die Spreadeinengung ausreizen. Zunächst aber dürfte die positive Stimmung anhalten.

Starker Start am EUR‑Primärmarkt – über alle Marktsegmente hinweg!
Michael Ramon Klawitter
Michael Ramon Klawitter 04.01.2026 · 10:18

Eurozone 2026: Nettoemissionen bei Staatsanleihen gehen zurück – aber nicht in Deutschland --> Spreadimplikationen

Die Nettostaatsanleiheemissionen in der Eurozone (etwa 590 Mrd. EUR) werden zusammen mit den Fälligkeiten von Staatsanleihen in den EZB-Portfolien (etwa 285 Mrd. EUR) 2026 voraussichtlich rund 875 Mrd. EUR erreichen (– leicht unter den 890 Mrd. EUR von 2025). Nach dem deutlichen Anstieg der Nettoemissionen um ca. 150 Mrd. EUR in 2025 bedeutet dies eine spürbare Entlastung. Für uns bei www.

Die Nettostaatsanleiheemissionen in der Eurozone (etwa 590 Mrd. EUR) werden zusammen mit den Fälligkeiten von Staatsanleihen in den EZB-Portfolien (etwa 285 Mrd. EUR) 2026 voraussichtlich rund 875 Mrd. EUR erreichen (– leicht unter den 890 Mrd. EUR von 2025). Nach dem deutlichen Anstieg der Nettoemissionen um ca. 150 Mrd. EUR in 2025 bedeutet dies eine spürbare Entlastung. Für uns bei www.zins2.de bestätigt dies die Einschätzung, dass sich die Versteilung der Cash-Kurven 2026 – insbesondere jenseits von 10 Jahren Laufzeit – nicht weiter dynamisch fortsetzen dürfte.

Allerdings verläuft die Entwicklung der Nettoemissionen ähnlich wie schon in 2025 nicht homogen, was Auswirkungen auf die Staatsanleihespreads in der Eurozone haben dürfte:

Deutschland: Nettoemissionen +30 Mrd. EUR

Frankreich: Nettoemissionen weitgehend unverändert

Italien: Nettoemissionen –30 Mrd. EUR

Parallel dazu nimmt die gemeinschaftliche Schuldenaufnahme der EU weiter zu und die Ratingkonvergenz Peripherie-Semicore dürfte anhalten. In Summe spricht dieses Umfeld dafür, dass deutsche Bundesanleihen weiter ihre Safe-Haven Prämie etwas einbüßen und gegenüber anderen Euroland-Staatsanleihen underperformen. Zumindest bis Ende Q2/Q3 2026, wenn der Fokus zunehmend auf die französischen Präsidentschaftswahlen im April 2027 fällt, sollte dieser Zustand anhalten.

Eurozone 2026: Nettoemissionen bei Staatsanleihen gehen zurück – aber nicht in Deutschland --> Spreadimplikationen
Michael Ramon Klawitter
Michael Ramon Klawitter 03.01.2026 · 13:34

Regime-Change in Venezuela – Auswirkungen auf Geopolitik und Märkte

Die Meldung über den Angriff der USA und die Entführung von Präsident Maduro ist eine direkte Umsetzung der neuen US National Security Strategy und zeigt, wie Washington die Einteilung der Welt in Einflusszonen der Großmächte interpretiert – eine Art Monroe-Doktrin 2.0. Diese Politik lässt geopolitische Risiken (und damit Risikoprämien) weltweit ansteigen!In Europa: Die Wahrscheinlichkeit, dass Russland einem Waffenstillstand in

Die Meldung über den Angriff der USA und die Entführung von Präsident Maduro ist eine direkte Umsetzung der neuen US National Security Strategy und zeigt, wie Washington die Einteilung der Welt in Einflusszonen der Großmächte interpretiert – eine Art Monroe-Doktrin 2.0. Diese Politik lässt geopolitische Risiken (und damit Risikoprämien) weltweit ansteigen!In Europa: Die Wahrscheinlichkeit, dass Russland einem Waffenstillstand in der Ukraine zustimmt, sinkt. Gleichzeitig bleiben die Sorgen bestehen, dass sich die USA langfristig aus Europa zurückziehen könnten. Ostasien/China: Die Wahrscheinlichkeit, dass China in den kommenden Quartalen auf einen Regime-Change in Taiwan setzt, nimmt zu – mit potenziell erheblichen Folgen für die gesamte Region und die globalen Lieferketten. Hier dürften die Märkte vor allem den Fokus setzen.MarktauswirkungenÖlmarkt: Die Erwartung, dass ein Regime-Change mittelfristig zu höherenvenezolanischen Ölexporten führt, wirkt tendenziell dämpfend auf den Ölpreis und damit disinflationär. Ob das am Montag die erste Schlussfolgerung ist, werden die nächsten Stunden zeigen wenn es mehr Hinweise auf die Situation in Venezuela gibt. US-Energiewerte dürften zum Wochenstart outperformen da Erwartungen hoch sind, dass sie präferierten Zugang zum venezolanischen Öl erhalten werden.Rüstungssektor:Die Notwendigkeit hoher Militärausgaben wird vor Augen geführt.  Rüstungsaktien bleiben gefragt und dürften weiter ein „Eigenleben“ mit geringer Korrelation zu den Gesamtmärkten beibehalten.Aktienindizes Korea, Taiwan, Japan dürften in der ersten Reaktion eher underperformen angesichts der steigender Risikoprämien mit Blick auf China-Taiwan.Zinsmärkte:Der Druck der Realpolitik, höhere Haushaltsdefizite im Umfeld steigender Rüstungsausgaben zu akzeptieren nimmt aus Sicht von www.zins2.de weiter zu. Neben der Diskussion um gemeinschaftliche Finanzierung von Verteidigungsausgaben in der EU (=Spreadkompression) dürften Risikoprämien am langen Ende der EUR- aber auch USD-Zinskurven weiter auf hohem Niveau verharren bzw. weiter etwas ansteigen (Kurvenversteilung über Realrenditen).

Michael Ramon Klawitter
Michael Ramon Klawitter 02.01.2026 · 18:56

Spannender Start ins Jahr 2026 für EUR-Zinskurven

Zum Jahresstart versteilte sich die Bund-Kurve bärisch und der 2/10er Kurvenspread weitete sich um 2,5 Bp aus, 10/30 legte um 0,5 Bp zu. Angesichts der niedrigen Liquidität sind die Bewegungen nicht über zu interpretieren. Als Auslöser der Bewegung sehen wir von www.zins2.de die Schwäche des US-Treasurymarktes und das dortige bear-steepening, das über die Futures

Zum Jahresstart versteilte sich die Bund-Kurve bärisch und der 2/10er Kurvenspread weitete sich um 2,5 Bp aus, 10/30 legte um 0,5 Bp zu. Angesichts der niedrigen Liquidität sind die Bewegungen nicht über zu interpretieren. Als Auslöser der Bewegung sehen wir von www.zins2.de die Schwäche des US-Treasurymarktes und das dortige bear-steepening, das über die Futures auch auf die Bundkurve abstrahlt, sowie den „offiziellen Transitionstart“ für einige der niederländischen Pensionsfonds. Entsprechend underperformen Bunds ggü. Swaps und der Buxel-Spread fällt um 2 Bp auf -25 Bp, im 10-jährigen Punkt beträgt die Underperformance von Bunds 1 Bp.Die deutlichen Veränderungen zwischen Bunds und Swaps dürften - abhängig von der Wahl der Zinsabsicherung, zu deutlichen P&L Swings in Portfolios führen, auch da angesichts der geringen Marktliquidität SSA-Anleihen und Covered Bonds vor allem im ultralangen Laufzeitbereich kaum aussagefähige Bewegungen zeigten.

Spannender Start ins Jahr 2026 für EUR-Zinskurven
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